Die Alpen sind im wahrsten Sinne des Wortes das Highlight jedes Bikers. Entsprechend entwickelte sich die Bergkette zwischen Wien und Nizza in den letzten Jahren immer mehr zu einem Ausflugsziel für tage- und wochenlange Mountain-Bike Touren in den Bergen. Doch wenn von einem Alpencross die Rede ist, meinen Mountainbiker eine Überequerung von Norden nach Süden. So zum Beispiel den Klassiker von Oberstdorf zum Gardasee. Bis im Sommer 2005 hatte es aber noch keiner geschaft, den gesamten Alpenbogen an einem Stück, von Osten nach Westen zu durchqueren. Und schon gar nicht mit dem Ziel, diesen Weg überhaupt erst zu definieren. Vom 29. Juli bis zum 24. August 2005 traversierte ich dann den gesamten Alpenbogen an einem Stück: Fünf Länder, 26 Tage (inklusive vier Ruhetag), 2882 Kilometer, 92989 Höhenmeter in 170 Fahrstunden.
Abgesehen davon, dass diese Tour extrem lang und anspruchsvoll ist, ist sie auch sehr abwechslungsreich und bietet ein kaum zu überbietendes Erlebnis. Wohl kein anderes Gebiet auf dieser Erde bietet auf so kleinem Raum eine so grosse Fülle an Landschaften, Geschichte, Kulturen, Brauchtümer, Traditionen und Sprachen. Vom östlichsten Berg der Alpen, dem 484 Meter hohen Kahlenberg in Wien, bis zu einem der letzten Berge der Alpen vor dem Mittelmeer, dem 806 Meter hohen Mont Macaron in Nizza, verbindet diese Strecke möglichst viele Highlights quer durch den gesamten Alpenbogen. Die Strecke ist nur für absolute Extrembiker am Stück zu befahren. Ein guter Biker muss mit einer Reisedauer von 6 bis 8 Wochen rechnen, dabei unterteilt man die Tour im Idealfall in drei bis vier Teilstücke à jeweils ca. zwei Wochen.
Bei der Zusammenstellung dieser Alpentraverse waren die folgenden vier Punkte Routenbestimmend:
- Grösstmöglicher Streckenanteil im Gelände und möglichst wenig Hauptstrassen.
- Möglichst wenig Schiebestücke (Maximal 400 bis 500 hm am Stück). Die Befahrung einer Hauptstrasse (Passstrasse) wurde dem «stundenlangen» Biketragen/schieben vorgezogen.
- Es galt nicht die schnellste Route von Wien nach Nizza zu finden, sondern die schönste.
- Es wurde bewusst versucht die vielen High-Lights der Alpen auf dieser Tour zu verbinden.
Wienerwald, Region Semmering, Logartal in den Karawanken, Karnischer Grenzkamm, Sextener Dolomiten, Sennes-Fanes Nationalpark, Dolomiten Höhenweg, Schlernplateau mit Knüppelsteig, Monte Roen, Val d’Uina, Stelvio Nationalpark, Chaschaunapass, Kesch, Tomülpass, Piorahochebene, Saflischpass, Meidpass, Pas de Lona, Fenêtre de Durand, Mont Blanc-Region, Mont Cenis-Region, Assiettakammstrasse, Valle Maira und Valle Stura, Bassa del Druos, Ligurische Grenzkammstrasse und viele mehr.
Noch mehr von Wien-Nizza
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Bei entsprechendem Interesse wird diese Wien-Nizza Trilogie wieder
in meinen Tourenkallender aufgenommen.
1. Teil: Wien - Toblach (Durchgeführt 2008)

12 Etappen / 1046 km / 29000 hm

2. Teil: Toblach - Lourtier (Durchgeführt 2009)

15 Tage / 1040 km / 36200 hm

3. Teil: Martigny – Nizza (Durchgeführt 2010)

11 Tage / 850 km / 27700 hm










