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News 

27.08.2010

Lukas Live: Matterhorncross

In spontaner Folge berichte ich über unterschiedliche Mountain-Bike Themen von mir als Tourenanbieter und Mountain-Biker. Von vergangenen Bikecamps, über spezielle bevorstehende Ereignisse und News vom Tourenprogramm, bis zu aktuellen Trainingsphasen und vielem mehr...


27. August

Singletrail Matterhorncross vom 20. bis 26. August

Eine Gruppe von toptrainierten Bikern traf sich am vergangenen Freitagabend in unserem Hotel im Mattertal. Die meisten kannten sich schon von einem der letzten Alpencrosse oder aus einem der Bikecamps. Die Spannung auf diese aussergewöhnliche Tour war bei allen gross. Die Singletrail-Erwartungen waren hoch - schliesslich heisst die Tour ja auch „Singletrail-Matterhorncross“…
Die Wetterprognosen waren perfekt, die Gruppe strotzte vor Motivation und Energie, und unser Betreuerteam Ingrid und Rocco taten kulinarisch und organisatorisch alles für uns - die Voraussetzungen für eine einmalige Bikewoche waren somit gegeben. Dazu kam die grossartige Unterstützung von meinem Hilfsguide Wenzel so wie die Fachmännische Hilfe von unseren beiden Bikemechanikern Käru und Michael.


Ein Singletrail auf 3000 Metern über Meer, kombiniert mit einem Walliser 4000-er Panorama der Extraklasse. Schöner kann biken eigentlich gar nicht mehr sein...

Der 10 Kilometer lange Starttrail kombiniert mit dem Monterosa- und Mischabel-Gletscherpanorma sollte dann „nur“ der Anfang einer aussergewöhnlichen Biketour sein. Was da noch alles auf uns wartete kann als Biketour einer neuen Dimenson beschrieben werden. Wir durchfuhren in dieser Woche sämtliche alpine Vegetationsstufen, wir erlebten einen Höhenunterschied vom tiefsten zum höchsten Punkt von 3400 Metern und wir überquerten Pässe von 2800, 2900 und sogar über 3000 Metern Höhe. Zwei Mal übernachteten wir gar in Höhen von über 3000 Metern – was wir hier an Morgen- und Abendstimmungen erlebten ist kaum zu Beschreiben…

Täglich wurden wir visuell von den charakteristischen Silhouetten der mächtigsten Alpengipfel verwöhnt. Zwischen Mont Blanc im Westen, dem Gran Paradiso im Süden und der Dufourspitze im Osten sahen wir fast alle 4000-er des gesamten Alpenbogens. Das Matterhorn konnten wir dabei von fast allen Seiten bestaunen.

 


Singletrail-Traum auf über 2500 Metern mit Matterhornblick...

Oft viel es schwer im Angesicht dieser formvollendeten Alpengipfeln sich auf diese episch langen Trails zu konzentrieren… Zwischen den mediterran heissen Tälern mit ihren Weinanbaugebieten und dem ewigen Schnee und Eis der Viertausender, galt es einige der grössten Singletrail-Highlights des gesamten Alpenbogens zu befahren.

Als absolute und ultimative Krönung der Tour galt natürlich die Befahrung eines 3900 Meter hohen Gletschergipfels. Die Wetterprognosen konnten perfekter nicht sein. Die Gletscheroberfläche taute dank den hohen Tagestemperaturen auf und dank einer sternenklaren Nacht sanken diese dann in der unter den Gefrierpunkt. Die Gletscher- und Schneeoberfläche war somit hart und griffig. Der Vollmond perfektionierte noch zusätzlich diese optimalen Voraussetzungen…


Gletscherbefahrung auf über 3500 Metern. Bis zum Ziel fehlen nur noch 400 Höhenmeter. Im Schein des Vollmondes sind die gewaltigen 4000-er besonders imposant.

Um 3:30 Uhr gab es Tagwache und um 4:45 starteten wir unsere Gipfelbefahrung. Die reifen knisterten auf dem harten Schnee und im Schein der Stirnlampen ging es immer weiter nach oben und dem Gipfel entgegen. Knapp vor Sonnenaufgang erreichten wir überglücklich und teilweise mit Tränen in den Augen dieses ultimative Ziel…

Stolze Gipfelstürmer auf 3900 Meter über Meer! Die Glücksgefühle sind grenzenlos...


15. August

Bikecamp TRE vom 7. bis 14. August

„In dieser Bikewoche werdet ihr in eine andere Welt eintauchen, ihr werdet dabei eine einzigartige Gebirgsregion entdecken welche euch nachhaltig beeindrucken wird...“
Mit diesen Worten eröffnete ich das Bikecamp TRE. Die meisten kannten diese Alpenregion nicht und wollten sie unbedingt kennen lernen. Einige wollten aber auch im Biketouren- und Singletrailbereich einfach eine neue „Dimension“ erleben …


Spektkulärer Übergang ins Valle Maira...

Ein fulminanter Start führte uns über vier - zum Teil sehr abgelegene - Pässe bis ins südliche Sturatal. Obwohl es Mitte August ist, tauchten wir in ein Herbstlicht ein, welches normalerweise erst ab etwa Mitte September vorkommt. Die Luft und das Licht waren enorm klar. Die Farben der Vegetation waren intensiv, die Konturen der Felsen und die Bergsilhouetten zeichneten sich gestochen scharf in den tiefblauen Himmel. Nicht weniger als 1200 Bilder kamen bei diesen Stimmungen und in diesen sechs Tourentagen auf meiner Kamera zusammen...
Ein ganz besonderes Highlight war auch das Treffen mit Werner Bätzing im Valle Stura. Er ist Professor für Kulturgeographie und der bekannteste Alpenforscher der Gegenwart. Vor wenigen Jahren haben sich unserer Wege im Piemont das erste Mal gekreuzt. Exklusiv für uns, erzählte er in einer Gesprächsrunde, spannende und sehr faszinierende Details über unser Tourengebiet welches mitten durch die Seealpen und Cottischen Alpen führt.

 

Kilometerlange Singletrails durchziehen diese gottverlassene Täler. Wir bestaunten Dimensionen und Weiten wie man sie sich sonst im Himalaya vorstellt. Riesige Schafherden mit ihren Wolfshunden ziehen durch diese abgelegenen Täler. Stundenlang bikten wir auf diesen Wegen. Von Flow-Trails bis zu knackig schwierigen Down- und UpHills war alles vorhanden. Von den gesamten rund 350 Kilometern verliefen über 50% auf diesen Singletrails…

Beeindruckend war vor allem auch der Arbeitsaufwand um dieses einsame Grenzgebiet im Weltkrieg zu sichern. Die Wehranlagen reichen von aussichtsreichen Gipfelfords bis zu unterirdischen Befestigungsanlagen. Eine dieser unterirdischen Anlagen kann man sogar mit einer Lampe erkunden. Eine Eisenleiter führt in die Tiefe eines schmalen Schachtes wo sich mit vielen Gängen und Treppen dann eine Labyrinth artige Befestigungsanlage öffnet.

Ein weiterer Glanzpunkt setzte einmal mehr die Piemontesische Gastfreundschaft und natürlich dessen Küche. Nach den langen Tourentagen wurden wir kulinarisch verwöhnt. Perfekter kann eigentlich ein solcher Biketag, respektive eine solche Bikewoche gar nicht mehr sein…


Erster Tourentag: Einer dieser vier Übergänge ins benachbarte Valle Stura... Der Trail führte uns in die entlegensten Winkel und auf über 200 Jahre alten Militärtrails gegen Süden. 

Stimmen aus dem Bikecamp TRE

Eine Traumbergwelt als sei sie nicht von dieser Welt, schweisstreibende Aufstiege die extrem "Körnchen" brauchen, Hammer- Trails die äusserst fordernd sind, freundschaftliches Teamwork und 6 Tage Sonnenschein. Dass, lieber Luki, beschreibt eine Bikewoche zusammen mit dir. Aber erst wenn man sie hautnah erlebt hat, weiss man, dass es nichts besseres fürs Bikerherz gibt. Tausend Dank Luki!
Beat

Noch immer ertappe ich mich dabei wie ich in Gedanken versunken den endlosen Gebirgsebenen entlang gleite, die unberührte Schönheit der Natur vor meinem geistigen Auge geniesse und die traumhaften Downhills mir nochmals das Adrenalin in die Adern pumpen! Eine Top Organisation Deinerseits und ein tolles Team haben mir dieses unvergessliche Erlebnis ermöglicht. Herzlichen Dank für alles!
Pädi

Brauche keinen Ferrari und keine junge Gespielin und keine Villa in Ascona und keine Yacht im Mittelmeer, nein, ich brauche eine Bikewoche mit Luki!
Sigi

 

 

 

 

Deine professionelle und sensible Tourenführung ist unübertreffbar! Eine so grosse Gruppe über ein solch anspruchsvolles Gebirge zu bringen und zwar so, dass jeder auf seine Kosten kommt ist schon eine super Leistung - vielen Dank dafür!
Auch vielen Dank dafür, dass du den Bikerhimmel mit uns teilst - so dürfen auch wir uns Flügel wachsen lassen!
Roman und Bianca

Danke nochmals an alle für alles was ich mit Euch erleben durfte und allen voran Dir Luki für die perfekte Organisation - besser geht’s nicht mehr!
Patrick

Noch nie habe ich ein solches Feuerwerk von Aufstiegen und Downhills in einer so beeindruckenden Bergwelt erlebt. Jede Etappe hat die nächste getoppt! Einfach unglaublich! Die Organisation war perfekt. Herzlichen Dank Lukas für dieses unvergessliche Erlebnis!
Felix

 

 

 


6. August 2010

Matterhorncross vom 1. bis 6. August

 

Über Monate wurde an der Kondition, der Kraft und an der Fahrtechnik gearbeitet und gefeilt. Für viele war es der Saisonhöhepunkt dieses Bikejahres. Das Material wurde minutiös vorbereitet und der Rucksack mit sämtlichen Raffinessen aufs absolute Minimum getunt - die leichtesten wogen dabei gerade mal 4,5 kg…

Die exakten Vorbereitungen jedes Einzelnen zahlte sich in Form einer unglaublich kompakten Gruppe aus. Auch in den schwierigsten Downhills und in den härtesten Uphills war die Gruppe immer dicht beisammen. Der Gruppenzusammenhalt war riesig. Einmal mehr tauchten wir in unsere Bikewelt ein –  das Rundherum wurde ausgeblendet. Alle standen für einander ein. So macht Guiden spass.


Morgenstimmung auf einem Suonentrail oberhalb dem Val de Bagnes.

Es zählte nur noch das Wesentliche – alles was man zum Leben benötigte, war im eignen Rucksack mit dabei. Entscheidende Fragen waren: Was macht das Wetter, wo ist der nächste Brunnen oder wo kann man wieder was Essbares kaufen. Das Weltgeschehen war ausgeblendet – kein Radio, kein Fernseher, kein Computer und keine Zeitung hatte uns während dieser Woche in unserer „Singletrail-Welt“ gestört.

Und diese Singletrails haben alle beeindruckt. Es war eine Aneinanderreihung der längsten, schönsten und spektakulärsten Wege rund ums Matterhorn.

 


Beeindruckende Hochgebirgslandschaften...

Von den kilometerlangen Suonentrails über die spektakulären Höhenwege bis hin zu den fast 2000 Höhenmeter langen Downhills. Die Gegensätze waren so gross wie bei keiner anderen Tour. Unterwegs in den Sonnendurchfluteten Rebbergen und wenige Stunden später auf den glitzernden Gletschern. Bei knapp 35°C im brütend heissen Aostatal und wenige Stunden später im eiskalten Schneegestöber bei minus 3°C… Diese extreme Vielfalt bot für jeden einzelnen seine ganz besonderen Highlights.


Eine fast 1 Kilometer lange Stollendurchfahrt...

Grenzerfahrungen waren angesagt bei der Bergfahrt zum Theodulpass… Eine mulmige Nervosität machte sich breit beim letzten Breefing bevor es ins garstig-kalte Hochgebirge ging… Belohnt wurden wir mit Landschafts- und Stimmungseindrücken welche uns für immer in Erinnerung bleiben werden…

Stimmen vom Matterhorncross

 

Mit Lukas zu fahren heißt den Genuss zu maximieren.
Und: Seit mehr als 20 Jahren suche ich meinen Meister. Jetzt erst habe ich ihn gefunden, aber nicht nur einen, sondern die ganze Gruppe. Es war mir eine unvergessliche Freude, eine solche homogene und harmonische Truppe begleiten zu dürfen. Mit einem Wort: "huraguad".
Gregor

Vielen Dank für die tolle Bikewoche! Die Matterhornumrundung war schon ein besonderes Erlebniss: Immer wieder die Aussicht auf die Viertausender, eine Gletscherbefahrung, die grossen Höhenunterschiede, das wechselnde Wetter, etc....
Und vor allem: Ich habe wahrscheinlich noch nie soviele Trailkilometer in so kurzer Zeit gefahren. Von flüssigen Trails bis zu "gerade noch fahrbar" war alles dabei, super!
Peter

 

 

 

 

Ich war schnell auf deiner Hompage und habe mir die Bilder der vergangenen Woche angeschaut. (äs chemid schiär Tränä wenn ich uf diä letscht sensationell Wuchä zruggluägä)
Hoffe bald wieder irgendwo in den Alpen, auf dem Bike, mit Dir eine Woche verbringen zu dürfen. Danke nochmals für die tolle Woche!
Stefan H.

Der Matterhorncross war einmal mehr ein „Bikerisches“ Highlight. Jede Menge tolle Trails, die grossartige Hochgebirgslandschaft, eine funktionierende Gruppe, das nötige Wetterglück und nicht zuletzt die zwei Guides haben mich einmal mehr begeistert. Gerne bin ich auch ein anderes Mal wieder dabei - lass dir bitte wieder eine solche Tour einfallen! Mach weiter so….
Edwin

Ciao Luki - Danke für das Abenteuer Matterhorncross, einem für mich unvergesslichem Bike-Erlebnis auf hochalpinen Trails.
Stefan E.

 


23. Juli 2010

Familienferien

Seit Ende April gab es viele schöne Touren – leider oftmals weit weg von zu Hause und der Familie. Höchste Zeit für die wohlverdienten Familienferien.
Mit Jolanda und den Kindern erkundeten wir die Nidwaldner, Urner und Schwyzer Berge. Dabei übernachteten wir in SAC-Hütten und urigen Berggasthäusern. Wir waren zu Fuss mit Seilbahnen, Schiffen, Bergbahnen und dem Postauto unterwegs und haben dabei auch unseren Hausberg, den Brisen, bestiegen.


Tino, Jolanda und Tim auf dem Gipfel des 2404 Meter hohen Brisen.

 


Tim hoch über dem Vierwaldstättersee, auf dem Weg Richtung Rigi Kaltbad.

Seit Ende November bin ich nun permanent aktiv &ndash kaum ein Tag vergeht ohne eine anspruchsvolle körperliche Belastung.

Nach so langer Zeit stellt sich jeweils im Sommer eine gewisse Ermüdung ein. Wie schon in meiner aktiven Rennzeit gönne ich Körper und Geist jeweils in dieser Zeit eine Regenerations- und Erholungsphase.

 


15. Juli 2010

3. Teil der Wien-Nizza Trilogie von Martigny nach Nizza

 

Summary von Beat Salm

Der Start in Wien und damit verbunden die erste Pedalumdrehung, war wohl für uns alle die grösste Herausforderung. Wenn man die Fakten kennt, 2‘900 km, 93‘000 Hm, über 50 Pässe und das alles in 26 Tagen, wird einem schon etwas mulmig in der Magengegend und es taucht die eine oder andere Frage auf. Ist mein Körper fit genug, eine solche Monsterleistung zu erbringen? Wer sind wohl die anderen Teilnehmer, die sich in dieses Abenteuer stürzen? Habe ich das richtige Material (Velo, Verpflegung, Kleider) für diese Tour eingepackt?
Alle 3 Etappen hatten ihre ganz speziellen Herausforderungen. Bei Wien-Toblach war es der sanfte Beginn des Alpenkammes. Er erinnerte an Biketouren im Appenzellerland, verbunden mit dem Jahrhundertsommer und der österreichischen Gastfreundschaft. Bei Toblach-Martigny wurden die Berge immer höher und wir konnten mit Bindelweg, Schlernplateau, Knüppelsteig usw. einige der absoluten Highlights in der Bikeszene abfahren. Auch der erste Uphill mit über 2‘000 Hm am Stück von Tramin zum Mt. Rouen war Pflichtprogramm dieser Etappe. In der Schlussetappe von Martigny-Nizza ging es gleich am ersten Tag mit dem Aufstieg zum Fenêtre de Durand mächtig zur Sache. Wir mussten die ersten Schneefelder überwinden und so mancher Teilnehmer aus dem Flachland hatte Mühe mit der Höhe und bekam Kopfschmerzen. Wer hohe Alpenpässe, sagenumwobene Berggipfel, Schnee, fantastische Panoramen, endlos lange Militärstrassen und ausgesetzte Trails liebt, kommt bei dieser Etappe voll auf seine Kosten!
Meine persönlichen Favoriten waren die Strecken von Val d’Isere nach Susa und von Limone nach Saorge.

Alle diese wunderbaren Touren haben wir unserem Superguide Lukas zu verdanken. Er hat sämtliche Strecken zuerst auf Karten in mühsamer Kleinarbeit zusammengestellt und anschliessend vor Ort erkundet. Er hat in all diesen Tagen nie ein böses Wort verloren. Er hat die Wetterprognosen fast auf die Stunde genau antizipieren können und ist nie ein unkalkulierbares Risiko eingegangen. Entkräftete Teilnehmer konnte er mit viel Feingefühl und den richtigen Worten immer wieder zum Weitermachen motivieren. Bei Pannen mit dem Bike war er immer mit dem richtigen Werkzeug und einer helfenden Hand zur Stelle. Unterwegs hat uns Lukas immer wieder mit seinem Wissen über die Kriegsgeschichten, die Entstehung der Berge usw. verblüfft, so dass ich das GEO nun definitiv nicht mehr abonnieren muss.
Wie jede Reise hat auch diese mit der Ankunft in Nizza ihr Ziel erreicht. Wir können nun alle ansatzweise nachvollziehen, welche enormen Strapazen Lukas bei seinem Rekord im Jahre 2005 (in 26 Tagen den Alpenbogen von Wien nach Nizza zu durchqueren) auf sich genommen hat.
Doch diese Reise hat auch in uns einiges bewegt und uns zu einem verschworen Haufen zusammengeschweisst. Der Individualismus trat zu Gunsten des Kollektiven in den Hintergrund und es bildete sich ein Team, das für einander einstand. Man half sich gegenseitig bei Pannen, Maurizio sorgte stets für genügend Essen auf dem Tisch, auch wenn er dabei schon mal selber Hand anlegen musste. Es wurde wo immer möglich ein Wäscheservice organisiert. Bei steilen Aufstiegen motivierte man sich gegenseitig, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Natürlich gab es infolge der tagelangen Anstrengung und der Müdigkeit auch mal böse Worte unter den Teilnehmern. Diese wurde jedoch nie nachgetragen und waren spätestens am nächsten Morgen vergessen. Der Spirit dieser Gemeinschaft war allgegenwärtig. Sogar die neuen Teilnehmer haben sich von diesem Geist beflügeln lassen und sich hervorragend in die Gruppe integriert. Eine solche Zusammengehörigkeit findet man heute nur noch selten und es ist deshalb verständlich, welche emotionale Szenen sich bei der Ankunft auf dem letzten Gipfel vor Nizza, dem Mont Macaron, zugetragen haben. Da standen gestandene Männer in Tränen!
Einen besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle ebenfalls an Heini richten. Er hat wohl neben Lukas die grösste Einzelleistung vollbracht. Während unzähliger Stunden fuhr er auf sich alleingestellt durch die wildesten Gegenden, angetrieben vom Track auf seinem GPS-Gerät. Am Morgen führte er die Langsamstarter in stoischer Ruhe auf die ersten Gipfel, damit sich diese nachher dem Stöckli-Express anschliessen konnten. An so manchen Tagen wurde Heini von entkräfteten und ausgehungerten Teilnehmern begleitet, die er sicher an den nächsten Etappenort führte. Heini war für uns das Piece de Resistance!
Für uns ist mit der Ankunft in Nizza ein grosses Abenteuer zu Ende gegangen, das wir wohl noch unseren Enkelkinder weiter erzählen können! Für Lukas beginnt die Arbeit nun wieder von vorne. Es wäre doch wirklich schade, wenn da nicht bereits ein neues Projekt in Lukis Hirn entstehen würde, dass unsere Gruppe zu neuen Höchstleistungen anspornen könnte. Doch warte nicht zu lange damit Lukas, wir werden alle nicht jünger!

Beat Salm

Tagebuch vom 3. Teil der Wien-Nizza Trilogie

 

Weitere Stimmen zur Tour:

Fast alle waren sie wieder mit von der Partie um mit dieser aussergewöhnlichen Truppe einmal mehr giftigste Aufstiege, härteste Downhills und riesige Mengen an essbarem zu vernichten. dazu kamen noch die Rookies welche frischen wind in die aussergewöhnliche Kameradschaft miteinbrachten. So konnten wir gemeinsam jede noch so grosse Hürde nehmen und grosse Emotionen erleben. Begünstigt von perfektem Wetter und geleitet vom einem genialen Guide, war auch dieser Part der Wien-Nizza tour für mich ein grossartiges Erlebnis von welchem ich noch lange zehren kann.

Peter

Ich denke sehr gerne an unsere gemeinsame Zeit auf dem Bike zurück. Du hast mich in jeder Beziehung überzeugt. Dass du konditionell in einer eigenen Liga fährst, habe ich ja schon gewusst, aber das alles so eins zu eins mitzuerleben ist schon sehr beeindruckend!
Was mir ebenso gut gefallen hat, ist, wie hochprofessionell du die ganze Reise gemanaged hast und wie einfühlsam du mit den einzelnen Piloten umgegangen bist! Ein ganz grosses Dankeschön für diese unvergessliche Zeit!

Hans-Ueli

 

Beim Durchschauen deiner Homepage bin ich wiederum über all die vielen Fotos, Tagebücher, Streckenprofile und Kartenausschnitte unserer Wien-Nizza Tour gestolpert. Und die vielen Erinnerungen machen sich wieder breit in meinem Kopf!

Es friert mich mit einer Gänsehaut am Rücken, wenn ich mir diese unglaubliche Tour nochmals vor Augen führe. All die wunderbaren Eindrücke und die guten Erfahrungen mit dir und dem Team haben in meinem (Bike-)Leben einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen. Ich bin sehr Stolz über meine Leistung und habe Freude, diese Herausforderung überhaupt erst angenommen und dann auch gemeistert zu haben. Ich war im Vorfeld zwar etwas skeptisch, ob ich diese Leistung überhaupt erbringen könnte. Mit deiner grossen Untersützung in Sachen Vertrauen, einer kleiner Portion Zureden und Motivation und der sicheren und tadellos organisierten Tour gelang uns jedoch dieses Meisterstück!

Herzlichen Dank, Lukas, das war eine sehr bewegende und intensive Zeit, die ich auf keinen Fall missen möchte. Ich freue mich auf weiterhin schöne Trails irgendwo in den Bergen mit dir als Guide!

Frank

 


19. Juni 2010

Bikecamp Valle Susa 12. bis 19. Juni

 

 

 

 

 

 

Das „Bikecamp Valle Susa“ war wie der „Giro delle Prealpi“ war dieses Jahr eine Erstausgabe. Nach unzähligen Vorbereitungs-Stunden, ist eine solche „Premiere“ für mich immer ein mit Spannung erwartetes Ereignis. Mit Feingefühl und dem Instinkt für piemontesische Alpentrails spürte ich im letzten Herbst (nebst den mir schon bekannten) noch eine Vielzahl weiterer Trail-Highlights auf welche natürlich ins Programm eingebuat wurden. 

Die unglaubliche Ansammlung an endlos langen Trails ist kaum vorstellbar - der Flow dieser Wege ist fast nicht in Worte zu fassen…Das Susatal ist ein weiterer Höhepunkt in meinem Repertoire an Westalpen-Revieren - ein Bikegebiet wo ich als Singletrail-Guide einmal mehr aus dem Vollen schöpfen kann...


Uralter und längst vergessener Militärtrail, 1500 Höhenmeter über dem Valle Susa. Der Blick reicht bis zu den über 4000 Meter hohen Gletschergipfeln des Ecrins Massivs.

Stationiert waren wir in einem kleinen Bergdorf über dem Talboden der Dora Riparia. Fast das gesamte Dorf wurde in den vergangenen Jahren liebevoll renoviert. Es schien mir, als ob die gesamte Dorfbevölkerung über unser Bikecamp informiert war. Wir wurden mit Wohlwollen empfangen und im Dorf aufgenommen.

Die neu renovierte und mit Naturstein und Holz erbaute Unterkunft versprühte einen unvergleichlichen Charme. Das kleine Hotel wurde durch unsere Gruppe vollständig besetzt und wir hatten das Haus somit für uns alleine. Die zuvorkommende Art unseres Hoteliers Andrea, hat uns alle begeistert. Und natürlich war da noch die piemontesische Küche welche uns mit Köstlichkeiten verwöhnte. Auch mengenmässig… man wollte wohl unter allen Umständen verhindern, dass jemand von unserer Gruppe in den Bergen des Susatals verhungert…

Die Abendlichen Fussball WM-Spiele stellten bei einigen noch den Tagesausklang dar. Dabei sorgte vor allem unser „Hausspeaker“ Christian für amüsante und vor allem schlagfertige Kommentare…

 


Schlussaufstieg auf über 2500 Metern. Auf dem Gipfel gab es ein grenzenloses 360° Panorama über das Valle Susa und das Briançonnais!

Obwohl das Wetter nicht immer mitspielte war die Stimmung innerhalb der Gruppe sehr locker und fröhlich – und natürlich fehlte es auch „Sprüchen“ nicht… Dank der idealen Bodenbeschaffenheit waren die Trails, trotz der teilweise feuchten Witterung, sehr gut zu fahren und die sonst üblichen „Schlammpackungen“ blieben aus.
Am Dienstag gab es (zum Wohlwollen einiger) einen Ruhetag. Es regnete leider den ganzen Tag. Wir nutzten die Gunst und schauten uns das Kulturhistorische Highlight „Sacra di San Michele“ im vorderen Susatal an. Dieser beeindruckende und riesige Klosterbau aus dem 10. Jahrhundert liegt prominent auf einem Berg, eingangs des Valle Susa. Das romanische Kloster diente dem Roman „Im Namen der Rose“ als Vorlage.


Afrikanischer Steppen-Trail im Val de la Cerveyrette...

Mit der Königsetappe vom Freitag erlebten wir die Krönung  dieses Bikecamps. Jeder  von uns hatte seine ganz besonderen Höhepunkte während dieser Woche erlebt. 50-Spitzkehren-Trail, Aqua-Trail, Afrika-Trail, Freeride-Trail, Franzosen-Trail, Philipps Brücken-Trail, Wolfstrail, Ivans Forest-Trail oder der Ultimo-Schutzblech-Trail sind nur einige welche bei uns allen bleibende Erinnerungen hinterlassen haben…
Ganz geschweige von den aussichtsreichen Militärwegen, welche uns über hochalpine Pässe, durch malerische Täler oder zu spektakulären Gipfelfords führten...

 


360° Panorama-Aufnahme am Sommet des Anges

Stimmen aus dem Bikecamp Valle Susa

Epische Singletrails. Gigantische Gruppe mit tollen Leuten. Sehr eindrückliche Panoramas in einer wundervollen Bergwelt. Ich danke dir für diese absolute Hammer-Woche und vor allem durch das souveräne guiden auf dem einmaligen Aqua-Trail :-)
Christian

Hammerhafte Trails! Die Königsetappe war eine sprichwörtliche Krönung…. superlange und endlos lange Trails. Dies konnte ich mir gar nicht vorstellen. Trotz teilweise nassem Wetter hast du noch trocken Trails gefunden… unglaublich. Eine perfekt organisierte Tourenwoche – einmalig. Ich bin sprachlos… Vielen, vielen Dank Luki
Hansi

Meine Erwartungen haben sich schon bei meiner ersten Teilnahme mit dir weit übertroffen. Obwohl das Wetter nicht immer mitspielte war dies DIE absolute Traumwoche für mich. Meine Eindrücke sind kaum in Worte zu fassen!!! Lukas, herzlichen Dank für das Bikecamp im Valle Susa und dieses einmalige Singletrail-Erlebnis!
Bruno

Schade dass es schon vorbei ist. Gerne hätten wir noch mehr von den tollen Trails und der super schönen Landschaft gesehen. Begriffe wie "flach bergauf", "leichter Gegenanstieg", "Aquatrails" und "Pulsjäger" werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Wieder einmal war es eine super Bikewoche mit netten Leuten und Dir als perfektem Guide. Danke und bis bald (wir kommen ganz sicher wieder!!!).
Bessy und Alex

Biken mit Luki im Piemont ist einfach super geil. Auch wenn nach Regen die Flut noch anschwelt… so gibt es halt einen Aqua-Trail :-) Vielen herzlichen Dank Luki für diese unglaubliche Bikewoche!
Willi

Das Valle Susa ist ein Juwel für anspruchsvolle Genuss-Biker. Luki, du hast diesen Schatz für uns erkundet und zugänglich gemacht. Weder schäumende Bäche noch verlorene Schneefelder in Gipfelhöhe konnten uns bremsen. Du hast uns souverän durch die vielen episch langen Trails geführt. Ich werde diese Woche nie vergessen.
Walter

 

Es ist einfach immer wieder unbeschreiblich was wir mit Dir zusammen erleben können. Auch wenn das Wetter teilweise nicht mitspielte sind die Eindrücke unvergesslich. Natur und Trails wie wir Sie in unseren Träumen wünschen. Du als Guide Luki und auch die ganze Truppe einfach nur super. Bis zum nächsten Camp.
Marcel

Flach bergauf, Nebelschwaden, Schneefeldquerung, Flusstrails, seidenfeine Singletrails, „nicht-auskühlende-Singletrails“, einzigartige Alpin- und Steppenlandschaft… Luki, diese Woche war wieder Mal „biken-pur“!!! Luki, grazie mille a te.
Claudia und Joe

Ich möchte mich bei dir auch nochmals für die sehr erlebnisreiche und supertolle Bikewoche bedanken! Unzählige Hammertrails gespickt mit teilweise Adventure-Charakter und die guten Kontakte innerhalb der Gruppe bleiben mir in bester Erinnerung. Nach dem Motto „wär nöd debi gsi isch, isch selber schuld“ werde ich bestimmt auch wieder kommen!
Meine Gedanken sind immer noch im Valle Susa, ah..., war das schön!
Werni

Ein geniales Bike-Camp! Trotz nicht so genialem Wetter. Das Camp im Valle Susa mach Lust auf mehr!!!
Kerstin

Lukas, ganz herzlichen Dank für die tolle woche! Es war für mich einmal mehr eine gigantische Woche und immer wieder ein spezielles Erlebnis, mit dir unterwegs zu sein.
Ich könnte hier noch so vieles schreiben, was mir gefallen hat, aber die Statements der anderen Teilnehmer sagen eigentlich alles aus!
Ivan


Ein wahr gewordener Biker-Traum...


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Lukas Live (10 Alpencross Tipps) Winterserie vom 25. 10. 09 - 14. 3. 10



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